Der Spitz auf Zeichnungen, Stichen, Radierungen, hist. Drucken und Karikaturen

Inhalt

Museums-Foyer

Mittelalterliche Bestiarien und Quellen

Der Originaltitel der Abbildung lautet:

“Crow – Crow stealing seeds as a man is sowing.” – Luttrell-Psalter. London, British Library, Add. Ms. 42130, fol. 170v

Man kann sie sich unter folgenden seriösen Adressen heraussuchen:

Medieval Manuscripts unlocked

The Medieval Bestiary


Oft wird nur ein winziger Ausschnitt des Hundes abgebildet, dazu noch in nicht wirklich guter Qualität. Das geht auch anders . . .

Wer also wirklich gute Quellen sucht, sollte sich auch an genau diese Quellen begeben – ein weiteres hervorragendes Bestiarium befindet sich unter der Obhut der

University of Aberdeen

Das Gesamtwerk ist absolut sehenswert und es kostet wohl auch viel Geld und Arbeit, es zu restaurieren und in einem so vortrefflichen Zustand zu erhalten. Ich kann wirklich wärmstens empfehlen, sich das Gesamtwerk unter dem oben angegebenen Link einmal anzusehen!!!


In Österreich befindet sich eine vorzügliche mittelalterliche Handschriftensammlung – die

Concordantiae caritatis

in der Stiftsbibliothek des Zisterzienserstiftes Lilienfeld. Ebenfalls sehr sehenswert!

Dort findet sich dann beispielsweise dies:

Diese und weitere Manuskripte findet man auch unter

Bibliothek Lilienfeld (Manuscriptorium)

oder im

Handschriftencensus

Zeichnungen, Drucke

Holz-, Kupfer- und Stahlstiche

Holz-, Kupfer- und Stahlstiche dienten nicht nur in der frühen Buchdruckerei der Illustration von Büchern (z. B. der sog. “Damhouder”, aus dessen “Pupillorum Patrocinium” die hier vorliegenden Illustrationen stammen), für die sie eigens hergestellt wurden (eine ganz saubere Abgrenzung zwischen “Drucken” und “Stichen” ist daher nicht immer möglich – Vieles lässt sich beiden Kategorien zuordnen!), sondern waren auch quasi das “Gemälde der armen Bevölkerung”, die sich andere hochwertige Bilder nicht leisten konnte. Häufig dienten sie auf fliegenden Blättern der Informationsverbreitung und bedienten gleichzeitig den Bildungshunger, da der Analphabetismus noch sehr lange verbreitet war. Neben solchen einzelnen Flugschriften gab es auch verschiedenste regelmäßig erscheinende Druckschriften, die oft mit nur sehr wenigem Text, aber vielen Bildern Sinnzusammenhänge verdeutlichen sollten. Meistens wurde der Text dabei in Reime gefasst, die man sich leichter merken konnte und anhand derer dann sogar manche Leute das Lesen erlernten, weil der Besuch einer Schule immer noch ein besonderes Privileg war. Typische Beispiele dafür sind “Fliegende Blätter“, der “Münchener Bilderbogen“, der “Harzberg-Kalender“, “Die Gartenlaube” oder der “Scherl-Kalender” (den habe ich leider nur als Print-Ausgabe selbst), die auf unterschiedlichem Niveau der Verbreitung und Erweiterung des Wissens, aber auch moralischen und ideologischen Gedankengutes dienten. Aus diesen Schriften und Abbildungen resultierten beispielsweise Kinderbücher wie “Der Struwwelpeter“, die Werke Wihelm Buschs und Anderes mehr. Auch bekannte Maler wie Adrian Ludwig Richter (1803 – 1884) produzierten neben Gemälden nicht selten gleichzeitig Stiche für solche Druckschriften.

Darüber hinaus entfalten gerade Stiche, die auch nicht selten auf Gemälde zurückgehen, natürlich ihren ganz eigenen Charme!

Radierungen

Karikaturen